Wie setzt sich der Gaspreis zusammen?
Der Gaspreis berechnet sich aus einer Vielzahl von Faktoren. Ausschlaggebend für den Preis, den die Endkunden zahlen, sind die einzelnen Positionen wie dem Rohstoff und den Kosten der Lieferanten. Übergreifend spricht man von den Positionen Grundpreis und Arbeitspreis, für deren Zustandekommen, werden allerdings zahlreiche Faktoren einberechnet. Zunächst ist der Einkaufspreis der Energieversorger für Erdgas zu nennen. Dieser resultiert aus allen bei der Förderung und Weiterleitung des Gases anfallenden Kosten. Allerdings ist dieser Preis auch an den Heizölpreis gebunden und entspricht daher nicht zwangsläufig nur den tatsächlichen Kosten.

Grundpreis und Arbeitspreis
Der Grundpreis für in Deutschland geliefertes Erdgas berechnet sich nicht aus den durch ihren Verbrauch anfallenden Kosten, sondern ist eine monatlich zu zahlende Pauschale, mit der zum Beispiel die Bereitstellung des Zählers und dessen Ablesen in Rechnung gestellt werden. Der Arbeitspreis hingegen beinhaltet die Erdgassteuer, Konzessions- und Förderabgabe, Netznutzungsentgelte und die Einkaufskosten des Energieversorgers. Der Arbeitspreis wird dem Verbraucher je nach tatsächlich abgenommener Menge Gas in Rechnung gestellt.
Zusammensetzung des Gaspreises im Detail:
Abgaben an den Staat: 24 % der Kosten für Gas resultieren aus Abgaben der Versorger an den Staat. Dazu gehören die Mehrwert- oder Umsatzsteuer, die Erdgassteuer, sowie Konzessions- und Förderabgaben.
Netznutzung: Weitere 23% der für den Gaspreis relevanten Kosten entstehen durch die Netznutzung. Die Gebühren dafür zahlen Gasanbieter an die Netzbetreiber. Die Gebühr für die Netznutzung enthält sowohl die Kosten für den Transport des Gases über das Fernleitungs- und Verteilernetz, als auch die umgelegten Kosten für Investitionen in das Leitungsnetz sowie die Instandhaltungs- und Betriebskosten. Die Bereitstellung der Zähler durch den jeweiligen Netzbetreiber und deren Ablesen fällt ebenfalls unter die Netznutzungsgebühr. Allerdings sind die dafür Preise nicht nur reine Marktpreise, sondern werden von der Bundesnetzagentur und den jeweiligen Landeregulierungsbehörden kontrolliert.
Einkauf: Der Einkauf des Gases macht durchschnittlich 43 % des Gaspreises aus. Hier wird ausschließlich der tatsächliche Preis pro Kilowattstunde oder Kubikmeter Gas berechnet. Dieser Preis ist allerdings wiederum abhängig vom aktuellen Preis für leichtes Heizöl.
Vertrieb: Die letzten 10 % des Gaspreises ergeben sich aus den Vertriebskosten des Gasanbieters. Berechnet werden hier alle Kosten für den Gasverkauf und die Abrechnung.
